Gutshaus - Historische Fakten

Das Gutshaus Klein-Kordshagen wurde im Jahr 1878 als Backsteinbau im Gründerzeitstil erbaut. Wie die meisten Güter der Region war es eine Domäne der Preußischen Krone.

Die Pächter der Jahre 1878 bis 1945 (Schwing, Matthies, Schaper und Wartenberg) durften den Titel "königliche Domänenpächter" führen und wohnten mit ihren Familien im Haus.

Nach 1945 diente das Haus unter anderem als Flüchtlingsunterkunft, Bibliothek, Gemeindesaal, Arztpraxis und als Wohnhaus für meist "sozial schwache" Familien. Leider wurde über Jahrzehnte bei der Nutzung bzw. "Renovierungen" wenig Rücksicht auf Fassade, Substanz und Denkmalschutz genommen.

In 2003 erwarb Familie Lüth das Gutshaus und bemüht sich seither liebevoll um die Sanierung des Hauses und den Rückbau vieler „Bausünden“.
Seit kurzer Zeit werden drei Ferienwohnungen im Erdgeschoß vermietet

Sowohl das Gutshaus als auch das Lindenrondell davor sind als Bau- bzw. Flächendenkmal in die Denkmalliste des Landes eingetragen.

Klein-Kordshagen (erste urkundliche Erwähnung 1268) war früher eines der wichtigsten und mächtigsten Güter der Region und gehörte über Jahrhunderte zum Cisterzienserkloster Neuendorf. Im 19. Jahrhundert hatte die ehemalige Kleinbahnlinie Stralsund-Barth hier einen der wichtigsten Bahnhöfe.

Heute ist das Dorf ein eher verschlafener Vorort der Stadt Stralsund und kombiniert Stadtnähe mit viel Natur.